der Orgelriß von J. Christian Kleine

Im rheinisch-westfälischen Staatsarchiv Münster wird der Nachlass der oberbergischen Orgelbauerfamilien Roetzel und Kleine aufbewahrt. Als unerwarteter Glücksfall ergab sich, daß der Orgelriß, also die Konstruktionszeichnungen, die Johann Christian Kleine(1794)  für den Bau der Eckenhagener Orgel angefertigt hatte, vollständig und hervorragend (bereits digitalisiert) vorhanden waren und von Hubert Fasen für die originalgetreue Rekonstruktion der Orgel direkt verwendet werden konnte.

Viele konstruktive Details sind 1 zu 1 dar- gestellt. In anderen Fällen musste Hubert Fasen den Umrechnungsfaktor von „Pariser Königsfuß“ und „Kölner Werkschuh“ zu unseren heutigen Millimetern durch ausmessen ermitteln. Lesen Sie weitere hochinteressante Einzelheiten dazu im ausführlichen Arbeitsbericht von Hubert Fasen und seinem Mitarbeiter Walter Friehs.

Für den web master, der sich ein (Berufs-) Leben lang sehr gerne mit technischen Zeichnungen beschäftigte, war es eine besondere Freude, die akkuraten Zeichnungen von Johann Christian Kleine kennen zu lernen und einige Fotografien  davon auf dieser Seite zu publizieren.

Auch für die Intonation des Pfeifenwerks hat J. Christian Kleine ausführliche Anweisungen hinterlassen. So fordert er beispielsweise, den „Aufschnitt des Labiums so lange zu erhöhen, bis keine störenden Ansprechgeräusche mehr zu hören sind“. Auch hierzu verweisen wir auf den Fasen-Friehs-Arbeitsbericht, im dem der Bezug zu J. Christian Kleine sehr ausführlich und liebevoll dargestellt ist.

 

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